Wohnen

Das sicherlich grösste Highlight der vergangenen 5 Jahre war die Entscheidung für eine gemeinsame Wohnung und wie wir das alles über die Bühne gebracht haben. Mittlerweile haben wir uns bestens eingelebt und vieles erlebt. Aber alles der Reihe nach. In unregelmässigen Abständen bloge ich immer wieder über die Projekte von und in unserer Wohnung. Schaut einfach wieder von Zeit zu Zeit vorbei!

Die Entscheidung

Simone und ich haben uns im 2015 kennengelernt und da man in unserem Alter das Zusammenziehen etwas ruhiger angehen lässt, pendelten wir für 3 Jahre zwischen unseren beiden Wohnungen in Dübendorf und Siebnen. So mit dem Pendeln ist auch der Gedanke und die Gefühle gereift einen gemeinsamen Weg auf längere Zeit, bis wann weiss niemand, zu gehen und so haben wir uns im 2017 entschieden eine Wohnung für uns gemeinsames Nest zu suchen. Aber wir waren uns auch einig, dass kein Zeitdruck besteht und dass beide das Ahhhh Erlebnis beim neuen Zuhause haben müssen.

Die Auswahl

Also haben wir zusammen herausgefunden, was es denn sein sollte. Sonnig, ruhig, mindestens 4 Zimmer und eine tolle Aussicht und natürlich nicht zu weit weg von unseren Arbeitsorten Rüti und Horgen. Also haben wir auf den gängigen Immobilienportalen Suchanfragen eingerichtet und angefangen und intensiv im Zürcher Oberland, in der March und um Rapperswil herum unser neues Heim zu suchen. Und es gab viele Angebote – gute und weniger gute – aber wir hatten ja Zeit genau das Objekt zu finden, dass wir uns vorstellten. Auch von unseren Preisvorstellungen wollten wir natürlich nicht abweichen. Also fuhren wir an manchen Tagen in der Gegend herum um Objekte anzuschauen, unter anderem auch an einem regnerischen Tag nach Gebertingen wo wir bei einer Liegenschaft am Hang umkehrten. Simone meinte, dass Sie schon immer gerne in dieser Gegend gewohnt hätte..

Der Kauf

Wir waren ein paar Mal nahe dran zu unterschreiben. Das erste Mal in Nuolen gleich beim Golfplatz. Traumhafte Aussicht, aber auch alptraumhafter Lärm von der nahen Autobahn. Dann Eschenbach im Oktober 2017. Das war eine Attikawohnung in einem Mehrfamilienhaus mit 3 Parteien. Ich hatte im Fernsehen eine Woche Ferien gewonnen und so flogen wir im Oktober nach Spanien mit dem Hauptziel unser Traumheim einzurichten und natürlich auch noch ein bisschen Golf zu spielen. Nach den Ferien gingen wir nochmals den Neubau besichtigen und da sind uns ein paar Dinge aufgefallen, die uns doch nicht so zusagten. Einerseits der Grundriss andererseits die Aussicht, die war zwar schön aber wir hatten im Blickwinkel auch eine grössere Fabrik. Und wie es kommen musste, wir sagten ab. Dann haben wir mehrere Liegenschaften in der Nähe von Uznach und Eschenbach angesehen, aber immer hat wieder etwas nicht gepasst, sei es der vorbeifahrende Zug oder ausgesteckte Baugerüste, die uns die Sicht verdecken würden usw. usw. Dann endlich entdeckte Simone eine Wohnung in Eschenbach wo wir beide den Ahhh Effekt hatten. Alles in weiss mit grosser Terrasse, sehr grosse Zimmer, schöne Aussicht. Wir waren sicher 5 Mal in der Wohnung und waren uns eigentlich einig, dass wir die Wohnung kaufen wollten. Also begannen die Verhandlungen, die aber nicht so verliefen wie wir uns das vorstellten. Der Besitzer wollte uns mit dem Preis nicht entgegenkommen. Dann eines Tages entdeckte Simone eine Terrassenwohnung in Gebertingen und der Prospekt schaute super aus. Also telefonierte ich dem Makler, der es nicht so eilig wie wir zu haben schien und so konnten wir anfangs Februar 2018 einen Termin am Abend um 17:00h vereinbaren. Simone konnte aber erst auf 18:00h kommen und so vereinbarten wir, dass ich den Termin um 17:00h wahrnehme und sollte es nichts sein, dann würde ich Bescheid geben und sie müsste nicht kommen. Ich bin dann schon um 16:30h eingetroffen und war schon mal geflasht von der Aussicht auf dem Parkplatz. Es war ein Terrassenhaus auf 3 Stockwerken und unsere Wohnung war im Geschoss – 3 also Parterre. Dann kam der Makler um 17:00h und wir gingen in die Wohnung hinunter. Die Wohnung war der absolute Hammer, modern eingerichtet, traumhafte Südlage mit einer 140m2 grossen Holzterrasse einem fantastischen Panorama in die Linthebene und in die Berge und natürlich auf den Zürichsee. Die Zimmer waren gross und alle mit Teakboden ausgelegt. Die Küche mit grosszügiger Kochinsel war in den Wohn und Essbereich integriert mit Ausblick in die Berge. Das Schlafzimmer verfügt über eine eigene Ankleide und einer Spa Area mit Whirlpool, Dusche/WC. Natürlich habe ich Simone nicht angerufen, denn ich hatte mich schon entschieden: Diese Wohnung will ich unbedingt. Simone kam dann um 18:00h und als sie auf die Terrasse hinausging, begann Sie zu weinen, da wusste ich: Das ist unsere Wohnung mit dem beidseitigen Ahhh Erlebnis. Es war schwierig den Makler unsere Freude nicht spüren zu lassen, denn die Wohnung war zu teuer… Also verabschiedeten wir uns nach ca. 1 Stunde und teilten ihm mit, dass wir Bescheid geben. Wir liessen das Ganze etwas sacken und waren uns einig, dass wir diese Wohnung beide wollen und wir haben für uns einen Preis festgelegt, den wir bereit sind zu zahlen. Also nahm ich die Verhandlungen mit dem Makler auf und es zog sich in die Länge. Mittlerweile war es Mitte April und im Golf Boot Camp in Bad Griesbach war ich mehr mit Verhandeln als mit Golfen beschäftigt und obwohl nur noch eine kleine Differenz zu unseren Preisvorstellungen da war, machten wir keine Fortschritte mehr und wir begannen uns langsam damit auseinanderzusetzen, dass wir wohl was anderen suchen müssen. Dann kam plötzlich Ende April das Telefon des Maklers mit dem letzten Angebot, das nun noch ganz wenig von unseren Vorstellungen abwich. Wir konnten es kaum glauben und sagten dann zu. Da wir schon ziemlich lange Ferien bei der Mutter von Simone in Mount Shasta gebucht hatten, vereinbarten wir den Notariatstermin auf den 22. Mai 2018, einen Tag nach unserer Rückkehr aus den USA. Natürlich war das eine ganz hektische Zeit bis zum Abflug aber wir schafften alles zu klären und zu erledigen und so freuten wir uns auf zwei ruhige Wochen Ferien bevor dann der Umzug vor der Türe stand und es nochmals etwas hektisch wurde. Am 22. Mai 2018 unterzeichneten wir auf dem Notariat in Gommiswald den Kaufvertrag und feierten den Besitz unseres neuen Nestes mit einer Flasche Champagner auf der Terrasse. Es war super schönes Wetter in diesem eh aussergewöhnlich heissen Sommer 2018. Am liebsten wären wir gleich da geblieben, aber es fehlten ja noch die Möbel…..

Der Umzug

Gleich nach der Rückkehr aus Mount Shasta fangen wir an unser Inventar in Umzugskarton zu verpacken. Simone in Siebnen und ich in Dübendorf. Das gibt mehr zu tun als erwartet, weil wir es leider unterlassen haben vor dem Umziehen auszumisten und uns für die gemeinsamen Möbel zu entscheiden. Aber für das blieb einfach keine Zeit und so haben wir uns entschieden alles aus beiden Haushalten nach Gebertingen zu zügeln. Einen Tag vor dem Umzug verabschieden wir uns auf meinem Balkon bei einer feinen Flasche Wein in Cappuccino Gläsern von Dübendorf. Unser gemeinsamer und organisierter Umzug der grossen Möbelstücke haben wir der Umzugsfirma Speedservice anvertraut, die sich in der Lage fühlte beide Standorte (Dübendorf und Siebnen) an einem Tag zu zügeln. Das hat super geklappt und ich kann diese Firma nur empfehlen. Es ist Kaiserwetter und pünktlich um 08:00h am morgen treffen 6 Männer bei mir in Dübendorf ein und montieren den Lift zum Küchenfenster. Leider ist dieser ein bisschen zu kurz so, dass sich zwei Personen bei mir in der Wohnung aufs Dach klettern und über einen Balken in der Galerie sichern müssen. Die Jungs kommen gut voran, bis dann der Chef die Aktion mit dem Lift stoppt, da zu gefährlich. Dann reduziert sich der Spassfaktor weil das Haus keinen Lift hat und nun der Rest via Treppen in den Umzugscamion verladen werden muss. Aber die grössten Stücke waren schon unten, alles gut. Nun fahren wir nach Siebnen wo die Zügelleute auch die Möbel von Simone bei der grössten Hitze aufladen. Es ist mittlerweile 14:00h und ein wohlverdientes Essen für alle steht an. Während dessen bringe ich Simone zum Bahnhof, die jetzt für eine Woche an eine Messe in Mailand abfährt. Ich fahre nach Gebertingen und warte auf die Ankunft der Zügelleute. Die treffen dann so gegen 16:00h ein und das Auto hat etwas Mühe mit der steilen Strasse und der engen Einfahrt zum Parkplatz. Nun sehen die Zügelleute was sie noch erwartet. Aber die sind immer noch motiviert und bestens aufeinander abgestimmt. Das Ausladen dauert gerade mal 2 Stunden und das Zusammenbauen der Kästen und anderen Gegenständen nochmals 2 Stunden. Um 20:00h steht alles am gewünschten Ort und wir treffen uns auf der Terrasse zur Abschlussbesprechung inkl. Bier. Ich spreche ein grosses Kompliment an die zum Teil nicht mehr so fit aussehenden Jungs, natürlich mit Übergabe eines grosszügigen Trinkgeldes. Ich geniesse noch etwas die Aussicht und fahre dann zum Schlafen nach Siebnen. Da wir ja alles doppelt hatten, lassen wir noch ein paar Sachen in Siebnen, da Simone noch nicht weiss ob sie die Wohnung verkaufen oder vermieten oder über Airbnb anbieten will. Da ich Ferien genommen habe in dieser Woche, lasse ich die Wohnung in Dübendorf reinigen, rechne alles ab und übergebe dann die Wohnung am 31. Mai 2018. Nach 32 Jahren in dieser Wohnung kommt schon noch etwas Wehmut auf, der aber schnell vergeht als ich nach Gebertingen zu unserem neuen Stolz zurückfahre. Über das erste Juniwochenende zügeln wir dann noch den Rest der Sachen, die wir vergessen hatten oder uns noch nicht entscheiden konnten, was damit geschehen soll.

Das Einrichten

Wir entscheiden uns die neue Wohnung mit den vorhandenen Möbeln einzurichten, wir haben ja alles doppelt – in Gebertingen… Es geht aber ganz gut auf und so ist nach kurzer Zeit unsere neue Wohnung mit unseren „alten“ Möbeln eingerichtet und uns gefällt es sehr gut. Aber es gibt eine Menge zu tun, was mir gefällt. Wir lassen Lampen montieren, hängen Bilder auf, richten die Terrasse ein, bepflanzen die Hochbeete und und und… Das ist unsere grösste Beschäftigung bis wir dann im August 2018 nach Obersaxen in die Ferien zum Erholen gehen. Natürlich fahre ich auch ein paar Mal zur Recycling Stelle, da wir halt doch das eine oder andere doppelte Stück nicht mehr brauchen. Natürlich schieben wir auch ein paar Möbel hin und her, bis wir den geeigneten Standort finden. Dank des aussergewöhnlichen Wetters in diesem Sommer verbringen wir natürlich auch sehr viel Zeit auf der grossen Terrasse mit der wunderschönen Aussicht. Wir nehmen Sonnenbäder, Essen draussen und stellen uns vor, was man alles noch verändern könnte. Doch dazu geben die Projekte Auskunft, die nachstehend folgen.

Die Projekte

Inneneinrichtung
Terrasse
Keller
Diverse

Links

Gemeinde Gommiswald
Kanton St. Gallen