Wellness Weekend im Montafon

Obwohl wir ein sehr schönes zu Hause haben, reisen wir doch auch gerne mal ins Ausland, in der heutigen Zeit mit Corona hauptsächlich in die Nachbarländer. Da kam der Tip von unserem Nachbarn gerade recht und so buchen wir spontan ein Weekend im Montafon. Genauer in Gaschurn.

Datum: 02 – 04. Oktober 2020
Unterkunft: Sporthotel Silvretta Montafon
Wetter: Gaschurn

Freitag, 02. Oktober 2020

Wir machen am Freitag früher Feierabend und reisen am Mittag mit dem Auto und den Bikes nach Gaschurn. Das Wetter ist besser als vorhergesagt und Verkehr hat es praktisch keinen. So kommen wir am späteren Nachmittag an und beziehen unsere Zimmer. Wir sind begeistert und erkunden dann gleich mal den Wellness Bereich, der uns sehr gut gefällt. Es gibt viele Möglichkeiten von Saunas, Bäder und Ruheräumen um sich zu entspannen. Vor dem Abendessen gönnen wir uns noch eine Massage und freuen uns auf den Wellness Tag am Samstag, da die Wettervorhersage sehr schlecht ist.

Samstag, 03. Oktober 2020

Und tatsächlich regnet es in Strömen und es windet sehr stark. Nach dem Frühstück erkunden wir das hübsche Dörfchen Gaschurn, dass am Fusse der weltbekannten Silvretta Hochalpenstrasse liegt und vor allem im Winter für sein grosses Skiangebot beliebt ist. Nach 20 Minuten im Regen haben wir genug und nehmen den ganzen Tag den Wellness Bereich in Beschlag. Es hat nicht sehr viele Leute und so kommen wir voll auf unsere Kosten. Wir geniessen das Abendessen und freuen uns auf den nächsten Tag. Das Wetter scheint besser zu werden und unsere Bikes warten schon ungeduldig seit 2 Tagen im Radraum auf den Auslauf…

Sonntag, 4. Oktober 2020

Wir stehen früh auf und tatsächlich regnet es nicht mehr, ist aber bewölkt und ziemlich kalt, so wie bei uns zu Hause, was für diese Jahreszeit doch etwas ungewöhnlich ist. Mir scheint wir haben nach dem Sommer den Herbst ausgelassen und spüren schon den Winter. Macht nichts, nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen, checken aus und ziehen uns sehr warm an und fahren dann mit dem Auto auf die gebührenpflichtige Passhöhe der Silvretta Hochalpenstrasse. Wir machen die Bikes bereit und erkunden als erstes den Staudamm des Silvretta Stausee’s. Wir fahren dem rechten Seeufer entlang und dann Richtung Bielerhöhe teils auf Wanderwegen und teils auf der gut ausgebauten Strasse. Wir sind praktisch alleine und werden nur von Niesel- und Schneeregen begleitet. Wir erreichen die Bielerhöhe wo wir einen kurzen Rast machen und uns bei einem Cappuccino erwärmen, bevor wir dann den Vermunt Stausee umfahren. Es ist sehr kalt und schon fast winterlich. Im Gegensatz zu anderen Biketouren gibt es sehr gut ausgebaute Wanderwege um diesen Seen herum und so kommen wir gut voran. Da das Wetter immer schlechter wird, entscheiden wir uns umzukehren und fahren den gleichen Weg wieder zum Auto zurück. Wir fahren mit dem Auto durch traumhafte Berglandschaften weiter nach Galtür, das bereits im Land Tirol liegt und auch ein sehr bekanntes Skigebiet im Winter ist und weiter bekannt durch einen schweren und völlig unerwarteten Lawinenniedergang im Jahre 1999. Aber auch in Galtür ist die Saison vorbei und praktisch alle Restaurants und Hotels geschlossen. So können wir nicht einkehren und fahren wieder Richtung Bielerhöhe zurück und machen dann noch einen Abstecher an den Stausee Kops. Das hat sich gelohnt, denn erstes ist es landschaftlich der schönste Stausee und zweitens ist Alpengasthof Zeinisjoch direkt am See geöffnet und wir gönnen uns einen Kaiserschmarren und geniessen die Aussicht. Wir merken uns die Adresse, denn die Gegend ist auch wunderschön zum Wandern. Die Talfahrt hinunter nach Gaschurn ist nur für Wanderer und Biker offen und da unsere Bikes auf dem Auto aufgeladen sind, müssen wir den ganzen Weg nach Gaschurn wieder zurückfahren, was nicht weiter schlimm ist, geniessen wir doch nochmals die wunderschöne Landschaft auf der Silvretta Hochalpenstrasse mit ihren 34 Haarnadelkurven und fahren dann auf dem direkten Weg nach Hause.

Das war sicher nicht der letzte Besuch im Montafon, denn es steht ja noch die komplette Tour ab und bis Gaschurn über die Silvretta Hochalpenstrasse inkl. der 3 Stauseen auf dem Plan.

Bike den Schneewalzer mit mir…

Vor einer Woche noch am Murtensee bei schönstem Wetter am am SUPen und KAYAKen und jetzt bereits der erste Schnee anfangs Oktober.

Wir haben zwar von zu Hause aus gesehen, dass es am Speer geschneit hat und auch alle anderen umliegenden Berge hatten eine schöne weisse Kappe an. Wir versuchten es trotzdem mit dem Bike und es hat auch richtig Spass gemacht. Obwohl mit den grossen Pneu’s im Schnee eine spezielle Fahrtechnik nötig ist. Aber auch die half nur bedingt, da der Antrieb bei einem E-Bike nicht so genau kontrolliert werden kann.

Die Route führte uns von zu Hause zuerst durchs Tobel am Kloster Berg Sion vorbei nach Rieden, wo der Aufstieg begann. Zeitweise mussten wir die Bikes stossen weil es ziemlich viel geregnet und eben oben geschneit hatte und darum ziemlich feucht war. Wir schaffen es aber dann doch auf den Tanzboden und auf der Terrasse lag Schnee und so nahmen wir eine wärmende Erfrischung und einen Schlorzifladen, eine Spezialität aus dem Toggenburg, drinnen. Nun kommt auch die Sonne und auf Anraten eines Bikers, der von Ebnat-Kappel hinauf kommt, entscheiden wir uns für die Rückfahrt nach Ebnat-Kappel, was sich als schwierig gestaltete, da es auf dieser Seite entgegen dem Rat des Bikers noch mehr Schnee hatte. Aber langsam und mit beiden Füssen am Boden geht das ziemlich gut. Dann weiter nach Wattwil und über den Ricken nach Hause.

Für diese Zeit ist es doch ungewöhnlich kalt und es bleibt die Hoffnung, dass es doch noch einen Altweibersommer mit etwas wärmeren Temperaturen gibt.

Bike Kurs mit Emi

Warum macht Ihr einen Bike Kurs? Ihr seit doch so viel mit Euren Bikes unterwegs? Stimmt, aber es gibt immer wieder Situationen wo wir uns nicht trauen und Biken ist eben nicht einfach Biken. Besonders bei den Abfahrten auf Single Trails und holprigem Gelände ist eine gute Technik unabdingbar, sonst wird es gefährlich. Unser Nachbar hatte die Idee und so freuen wir uns zu viert auf diesen spannenden Sonntag.

Sonntag, 13. September 2020

Gottseidank nicht Freitag der 13. fahren wir vier am morgen früh gut gelaunt mit unseren Flyer E-Bikes über Eschenbach durch den Wald nach Rüti und dem Lützelsee entlang weiter bis nach Wolfhausen wo wir uns mit unserem Instruktor Emi (Spitzname abgeleitet vom Familiennamen Emmenegger). Wir sind gespannt was uns erwartet und so fangen wir auf einem Parkplatz erst mal mit einfachen Übungen wie Lenker richtig halten, Aktive Sitzstellung beim Hinunterfahren und Lenken und Bremsgriff an Dann geht es weiter mit Springen über gestapelte Paletten. Nun folgt das Kurven fahren um Pilonen herum, was gar nicht so einfach ist. Aber mit den verständlichen und ruhigen Erklärungen unseres Instruktors tasten wir uns immer näher ran und werden auch immer etwas mutiger. Nach dem Mittagessen im Wald geht es dann ins freie Gelände um das Gelernte umzusetzen, was wie sich herausstellt gar nicht so einfach ist. Am meisten Mühe habe ich mit dem Notstop, da ich bis anhin immer falsch gebremst habe, nämlich 80% hinten und es müsste genau umgekehrt sein. So vergeht die Zeit im Fluge und langsam lässt die Konzentration bei allen nach, was sich auch in einigen Stürzen bemerkbar macht, die aber alle glimpflich verlaufen. So gegen 15:00h ist Schluss und wir verabschieden uns von unserem Instruktor mit einem guten Gefühl und neuen wichtigen Erkenntnissen und Techniken beim Biken. Wir machen noch einen Ausflug nach Jona und fahren dann über Stock und Stein und durch Wälder nach Hause.

Das hat richtig Spass gemacht und jetzt müssen wir das Gelernte nur noch in der Praxis umsetzen, was wir demnächst sicher probieren werden. Und den Kurs bei Emicycle können wir jedem Biker wärmstens empfehlen.

Links

Emicycle
Flyer Bikes