Grosser Aubrig

2017 scheint das Jahr der sportlichen Herausforderungen zu sein! Nach der Biketour zum Wägitaler See stand als nächstes nun die Wanderung zum Grossen Aubrig bevor.

Den Grossen Aubrig kann man von zwei Seiten besteigen. Da wir nicht den gleichen Weg wieder zurück laufen wollten, fuhren wir nach dem Frühstück mit zwei Autos bei bewölktem Wetter und angenehmen Temperaturen los. Das eine parkierten wir auf der Sattelegg und mit dem anderen fuhren wir zum Wägitaler See hinauf, wo unser Aufstieg begann.

Es beginnt schon ziemlich heftig mit einem Aufstieg in einem trockenen Bachbett mit ca. 300 Höhenmetern. Auf dem ersten Plateau werden wir mit einem ersten wunderschönen Ausblick auf den Wägitaler See und die umliegenden Berge belohnt.

Weiter geht es auf grünen saftigen Wiesen an Kühen und Alphirten vorbei zum nächsten und letzten sehr steilen Aufstieg zum Gipfel des Grossen Aubrigs. Nach einer ca. 1.5 stündigen Wanderung kommen wir auf dem Gipfel an wo wir vom Regen begrüsst werden. Wir lassen uns aber nicht abhalten und geniessen die fantastische Rundsicht auf den Wägitaler See, Sihlsee, Vierwaldstättersee, den Zürichsee, Greifensee und Pfäffikersee. Nur schon für diesen einzigartigen Rundblick haben sich die Mühen des Aufstiegs gelohnt. Wir tragen uns im Gipfelbuch ein und stärken uns mit einem kleinen Picknick. Als besonderen Höhepunkt wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben von einer Wespe gestochen, was einerseits ziemlich weh tat und ich andererseits nicht genau wusste, ob ich darauf allergisch reagieren würde. Und das auf einem Berggipfel, na Bravo!

Da aber plötzlich ein unerwartetes und bei all den vielen Wetter Apps nicht angezeigtes Gewitter aufzog, denke ich nicht über den Wespenstich nach sondern nur noch wie wir am schnellsten in Sicherheit kommen. Gottseidank sind wir bergerfahren und haben entsprechende Kleidung dabei. Schnell machen wir uns auf den Abstieg über Stock und Stein Richtung Tal. In der Zwischenzeit windet es derart stark, begleitet von Regen, Blitz und Donner, so dass wir unsere Wanderstöcke ca. 300m von uns im Gras liegen lassen und unterstehen. Gottseidank verzieht sich das Gewitter dank dem starken Wind relativ rasch und wir können unseren Abstieg inkl. Wanderstöcke rasch fortsetzen. Ganz wohl war es mir bei der Sache nicht, aber es ist nichts passiert und der Wespenstich tut zwar noch weh, aber ich zeige keine allergischen Reaktionen. Alles gut!

Schon bald kommt die Sonne wieder und wir kehren unterwegs in der gemütlichen Alpwirtschaft Ahöreli  ein, wo wir uns mit einem Bier und Meringue stärken. Die Wirtin erzählt uns dabei wie Sie jedes Jahr den Alpaufzug resp. Wanderung mit den Kühen vom Hochstuckli zum Grossen Aubrig unternehmen und das bereits zum 20sten Mal. Eine sehr eindrückliche Geschichte.

Danach geht es nochmals eine Stunde auf Wanderwegen hinunter zur Sattelegg wo das zweite Auto bereit steht.

Sehr müde aber stolz über die Leistung fahren wir nach Hause wo wir uns ein kräftiges Abendessen gönnen. Insgesamt meisterten wir 15km mit ca. 800 Höhenmetern. Nicht schlecht, wenn ich bedenke, dass ich seit meiner Kinderzeit keine solche Wanderung mehr unternommen habe. Es wird aber nicht meine letzte Wanderung sein, ich habe wieder Gefallen daran bekommen, ist es doch eine gute Abwechslung zum Golfen und Biken.

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